Ott - Stil-Ikone mit Seitenwagen

Nachdem die Ducati 999 nicht sonderlich gut angekommen war, erfreute die 2007 vorgestellte 1098 wieder die Herzen der Fans. Kein Wunder, orientierte sich ihr Styling doch an der legendären, von Massimo Tamburini entworfenen 916. Mittlerweile mit dem Testastretta-Evoluzione-Twin gerüstet, leistet der Supersportler 154 PS bei 9750/min. Dass ein derartiges Kraftpaket aufwendige Umbaumaßnahmen erfordert, um mit Beiwagen gut und sicher zu funktionieren, versteht sich von selbst.

Ott verstärkt zunächst den Stahlgitterrohr-Rahmen mit einem Hilfsrahmen, wobei die schicke Vollverschalung weitestgehend unversehrt bleibt. Die Ducati läuft auf grazilen DBV-Leichtmetallrädern in 15 Zoll. Bereift sind diese mit 165/65 vorne, 185/55 hinten und 175/50 am Boot. Vorne übernimmt eine Schubschwinge mit 40 mm Nachlauf die Radführung, die ebenfalls von Ott gefertigte Hinterradschwinge ist zweiarmig in Gitterbauweise ausgeführt und 80 mm länger als das einarmige Original.

Dies trägt mit dazu bei, dass der Radstand von 1430 mm auf 1615 mm wächst. Die Federung übernehmen rundum Dämpferelemente von Wilbers. Von den beiden Grimeca-Zangen am Bootsrad ist je eine mit der Hand- und der Pedalbremse hydraulisch kombiniert.
Der von Ruko stammende Shark-Beiwagen ruht auf einem Ott-Chassis mit gezogener Schwinge. Ohne Kraftstoff wiegt das Gespann fahrfertig 366 kg. Einen ausführlichen Fahrbericht bringt demnächst MOTORRAD GESPANNE – wenn das Wetter wieder einladender wird. Schließlich braucht so eine feurige Italienerin Wärme und Sonnenschein.

AK49/17, Fotos: Ott

Kontakt: ott-gespanne.de