Armec - Aus der Gründerzeit

Seit langen Jahren sind bei Armec zwei Lenksystem üblich. Für die BMW-Modelle mit Telelever entwickelten Kurt und Markus Aregger 1994 das patentierte Armec-Lenk-System (ALS) als Kombination des BMW-Telelever mit einer Achsschenkel-Konstruktion. Für andere Motorräder wie die Yamaha Vmax oder die großen Triumph bevorzugt Armec Upside-down-Gabeln mit speziellen gefrästen Gabelbrücken.

In der Anfangszeit bot das Schweizer Unternehmen allerdings auch eine Schwingengabel an. Kurt Aregger berichtet: „Vor 30 Jahren habe ich diese Schwinggabel gebaut. Das Gespann ist jetzt für eine kleine Restauration wieder bei uns. Mit dem Gewinde in den Kugelköpfen kann der Nachlauf fast stufenlos verstellt werden. Das Alu-Teil besteht aus Flugzeug-Legierung 7075 und ist aus dem Vollen gefräst. Die Gabel funktioniert übrigens immer noch tadellos.“

Mindestens ebenso speziell, wenngleich in weniger positivem Sinn, muten die Räder von Beringer an, die Armec als damaliger Schweizer Geschäftspartner des französischen Gespannbauers auch verbaute. „Um die Reifen zu wechseln, muss die Felge auseinander geschraubt werden, da sie kein Tiefbett hat. Für beide Räder dauert das sicher zwei Stunden“, bemerkt Aregger. Heute würden solche zeit- und kostentreibenden Lösungen wahrscheinlich von keinem Gespannkunden mehr widerspruchslos akzeptiert. Ganz davon abgesehen, dass die Tiefbettfelge schon lange guter Standard ist.

AK41/17, Fotos: Armec

Kontakt: http://www.armec.ch